WM 2026 Viertelfinale: Vier Spiele, ein bitteres Nati-Aus — und die letzten Vier stehen fest
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Die Halbfinal-Paarungen sind gemacht: Frankreich gegen Spanien, England gegen Argentinien. Auf dem Papier ist das die glanzvollste Runde, die dieses Turnier zu bieten hat — erstmals in der WM-Geschichte stehen die vier höchstplatzierten Teams der FIFA-Weltrangliste gemeinsam im Halbfinale. Doch aus Liechtensteiner und Schweizer Sicht bleibt vom Viertelfinal-Wochenende vor allem ein Bild hängen: Breel Embolo in Tränen, die Nati am Boden — und die bittere Erkenntnis, dass ein 72-Jahre-Traum ausgerechnet an einer umstrittenen Regelauslegung zerbrach.

Das Nati-Drama in Kansas City: Argentinien 3:1, aber kein normales Spiel
Beginnen wir dort, wo es für unser Publikum am meisten wehtut. Im Arrowhead Stadium von Kansas City stand die Schweiz nach 90 Minuten 1:1 gegen Argentinien — Alexis Mac Allister hatte in der 10. Minute für die Albiceleste getroffen, Dan Ndoye in der 67. für die Nati ausgeglichen. Die Schweiz war voll im Spiel, gegen den amtierenden Weltmeister, im ersten Viertelfinale seit 1954.
Und dann kam die 72. Minute. Breel Embolo ging im Zweikampf zu Boden, der Schiedsrichter verwarnte zunächst den Argentinier Leandro Paredes — doch nach VAR-Überprüfung wurde klar: Embolo war vor dem Kontakt gefallen. Die Gelbe Karte wanderte, es war Embolos zweite, Gelb-Rot. In Unterzahl zerbrach die Nati in der Verlängerung: Julián Álvarez traf in der 112. Minute, Lautaro Martínez setzte in der 120.+1 den Schlusspunkt. 3:1 für Argentinien, das damit im dritten WM-Halbfinale in Serie steht.
Bitter, aber fair eingeordnet: Die Schweiz hat dieses Turnier mit erhobenem Kopf verlassen. Zwei Playoff-Siege in Serie, ein Viertelfinal nach 72 Jahren — das ist der beste WM-Lauf einer DACH-Nation bei diesem Turnier, nachdem Deutschland und Österreich früher gescheitert waren.
England ringt Norwegen nieder — Bellingham als Doppel-Held
Das zweite Verlängerungs-Drama lieferte England im Hard Rock Stadium von Miami Gardens. Norwegen ging durch Andreas Schjelderup in der 36. Minute in Führung — die Skandinavier, das Überraschungsteam dieser WM nach dem Achtelfinal-Coup gegen Brasilien, träumten vom ersten Halbfinale ihrer Geschichte.
Doch dann übernahm Jude Bellingham. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+2) glich er zum 1:1 aus, und drei Minuten in die Verlängerung (93.) staubte er nach einem Abpraller vom norwegischen Torhüter zum 2:1-Siegtreffer ab. England steht damit erstmals seit 2018 wieder in einem WM-Halbfinale — und trifft dort zum ersten Mal seit 2002 auf Argentinien.
Frankreich und Spanien: Die Favoriten liefern ohne Zittern
Die beiden früheren Viertelfinale verliefen kontrollierter. Frankreich setzte sich am 9. Juli im Gillette Stadium von Foxborough mit 2:0 gegen Marokko durch — die Neuauflage des WM-Halbfinals von Katar 2022, diesmal ohne Drama, mit der gewohnten Kaltschnäuzigkeit der Équipe Tricolore. Es war der dritte Zu-null-Erfolg der Franzosen in Serie in der K.o.-Runde.
Spanien hatte am 10. Juli im SoFi Stadium von Los Angeles mehr Mühe. Gegen ein starkes Belgien fiel die Entscheidung erst spät: Mikel Merino traf in der 88. Minute zum 2:1-Siegtreffer. Bemerkenswert dabei — es war das erste Gegentor, das der amtierende Europameister im gesamten Turnier kassierte. Nach 36 ungeschlagenen Spielen wackelte die spanische Defensive erstmals, hielt aber am Ende doch.

Das Halbfinal-Tableau: die letzten Vier im Überblick
| Viertelfinale | Ergebnis | Weiter |
|---|---|---|
| Frankreich – Marokko (9.7.) | 2:0 | Frankreich |
| Spanien – Belgien (10.7.) | 2:1 | Spanien |
| England – Norwegen (11.7.) | 2:1 n.V. | England |
| Argentinien – Schweiz (11.7.) | 3:1 n.V. | Argentinien |
(Ergebnisse: FIFA, ESPN, Al Jazeera; 9.–11.7.)
Damit sind die Halbfinale gesetzt: Frankreich – Spanien am Dienstag, 14. Juli (21:00 MESZ, Dallas), und England – Argentinien am Mittwoch, 15. Juli (21:00 MESZ, Atlanta). In der Titelwertung bleibt Frankreich der klare Favorit (2.35–2.50), dahinter haben sich die Quoten nach den Viertelfinals verschoben: England kürzte nach dem Norwegen-Sieg deutlich (auf 4.10–5.90), Spanien driftete leicht (4.30–5.10), Argentinien blieb stabil (5.00–5.20).
Mein Insider-Fazit
Für den neutralen Fussballfreund in Liechtenstein ist das Halbfinal-Menü ein Fest: zwei echte Schwergewichtsduelle ohne Ausweichspiel. Für den Nati-Anhänger überwiegt dagegen der Frust — nicht über die Leistung, sondern über die Art des Ausscheidens. Die Schweiz hat Argentinien 90 Minuten lang die Stirn geboten und wurde durch eine Randnotiz aus dem Regelwerk gestoppt.
Ein Trostpflaster für alle, die mit der Nati gefiebert haben: Ausgerechnet Argentinien, der Bezwinger der Schweiz, bekommt es im Halbfinale mit England zu tun — und die Three Lions haben eine Rechnung offen, seit «Hand Gottes» und Beckham-Rot. Wer der Nati die späte Genugtuung wünscht, drückt am Mittwoch England die Daumen.
Alle Titelquoten bewegen sich bis zum Anpfiff — ein Vergleich bei BillyBets oder MrPacho (Quoten in CHF) lohnt sich, Konditionen vorher prüfen. Die konkreten Halbfinal-Tipps stehen in den heutigen Tagestipps zum 14. Juli, die Detailanalysen in der Vorschau Frankreich–Spanien und der Vorschau England–Argentinien. Den kompletten Weg ins Finale zeigt der Turnierbaum, mehr zur Nati auf der Schweiz-Teamseite.